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Eine Arbeitssituation

Romana macht eine Lehre als Forstwartin. Obwohl sie auch harte körperliche Arbeiten ausführt, macht sie ihre Arbeit gerne. Den grössten Teil ihres Arbeitstages ist sie draussen im Wald, wo sie verschiedene Tätigkeiten ausführt. Dazu gehören zum Beispiel das Fällen von Bäumen, die Jungwaldpflege oder der Unterhalt von Waldstrassen. Sie liebt es, zu jeder Jahreszeit draussen in der Natur zu arbeiten.

Der heutige Tag beginnt aber wie immer im Werkhof, wo sie auf ihren Berufsbildner und einen weiteren Mitarbeiter trifft. Gemeinsam besprechen sie das heutige Tagesprogramm. Romanas Berufsbildner hat eine Schlagskizze erstellt für das Fällen einiger Bäume in einem kleinen Waldstück. Ihr Berufsbildner erklärt ihr die Schlagskizze. Romana hört ihm genau zu und erstellt aufgrund seiner Erklärungen eine Liste mit allen Geräten und Werkzeugen, die es braucht. Nachdem das kleine Team alle Hilfsmittel auf das Betriebsfahrzeug geladen hat, fahren sie gemeinsam zu dem Waldstück, auf dem die Bäume gefällt werden sollen. Obwohl es leicht regnet und kalt ist, begibt sich Romana zu den Bäumen, welche gefällt werden müssen. Dazu orientiert sie sich an der Skizze ihres Berufsbildners, welche auch eine Karte des Waldes enthält. Gemeinsam mit ihrem Berufsbildner entscheidet Romana darüber, wo Spazierwege abgesperrt werden müssen, damit Passantinnen oder Passanten sich nicht in das Gebiet begeben, wo später die Bäume gefällt werden. Ihr Kollege wird während dem Fällen persönlich darauf achten, dass keine Passanten den abgesperrten Weg benutzen. Gefahren richtig einschätzen, für sich und andere, ist in diesem Beruf sehr wichtig. Zum eigenen Schutz trägt Romana die persönliche Schutzausrüstung. Sie umfasst einen signalfarbenen Forsthelm mit Gehör- und Gesichtsschutz, Arbeitshandschuhe, Schnittschutzhose sowie spezielle Arbeitsschuhe oder -stiefel.

Bei einem der zu fällenden Bäume angekommen, nimmt Romana eine Beurteilung des Baumes vor. In welche Richtung soll der Baum fallen? Steht der Baum gerade oder schief? Hat der Baum eine regelmässige oder einseitige Krone? Zeigt der Baum Anzeichen von Stammfäule? Wo ist der Rückzugsort für sie, wenn der Baum fällt? Romana schätzt die Lage genau ab und wählt die richtige Fällmethode. Sie schlägt vor, dass der Baum in die Richtung fällt, wo möglichst keine anderen Bäume beschädigt werden. Ihr Berufsbildner stimmt ihr zu. Romana sägt in Fällrichtung des Baumes eine Fallkerbe. Bevor sie nun mit der Motorsäge zum sogenannten Fällschnitt ansetzt, versichert sie sich, dass die Wege abgesperrt sind. Danach erfolgt der laute Ausruf: ACHTUNG! Dann führt Ramona mit der Motorsäge den Fällschnitt aus und sägt den Baum bis zum so genannten Halteband ein. Mithilfe eines Fällkeils wird der Baum zum Fallen gebracht. Im Moment, wo der Baum fällt, begeben sich Romana und ihr Berufsbildner zu ihrem Rückzugsort. Dort sind sie vor herunterfallenden Ästen oder etwa auch von einem unterwarteten «Rückschlagen» des fallenden Baumes geschützt. Der Baum ist sehr präzise in die geplante Richtung gefallen. Mit dem Fällen ist die Arbeit jedoch noch lange nicht beendet. Jetzt folgt das Entasten, das Zerlegen des Baumes und das Rücken des Holzes bis an die Waldstrasse für den Abtransport.

Weitere Anforderungen

  • Ausgeprägte grobmotorische Fähigkeiten, im Wald jeglichem Untergrund bewegen
  • Hohe Anforderungen an Kraft, Ausdauer, Kondition, Heben von schweren Werkzeugen, Holzteilen
  • Gute Gesundheit, um bei unterschiedlichen Temperaturen und Wetterverhältnissen arbeiten zu können, Arbeit draussen, bei jedem Wetter und Jahreszeit
  • Hohe Konzentration und Ausdauer
  • Verantwortungsbewusstsein, sicherheitsrelevante Aufgaben, z.B. Sicherung von Waldgebieten für Fällungen

Besonderheiten

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