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Eine Arbeitssituation

Lia kommt frühmorgens in die Praxis. Sie öffnet die Fenster und startet Geräte wie Computer, Sterilisator, Instrumentenwaschmaschine und richtet den Patientenstuhl. Damit die Patienten kein vom Vorabend stehendes Leitungswasser in den Mund bekommen, lässt sie das Wasser an den entsprechenden Orten laufen. Sie desinfiziert alles gründlich, wie sie es auch den ganzen Tag nach jeder Patientenbehandlung machen wird. Der erste Patient wird der sechsjährige Tim sein. Lia liest in seiner Krankengeschichte, dass eine Karieskontrolle geplant ist. Sie legt die benötigten Instrumente, die sie tags zuvor in Folien verschweisst und sterilisiert hat, auf dem Schwebetisch bereit.

Darauf beantwortet Lia das klingelnde Telefon. Eine Patientin hat Zahnschmerzen, Lia erkundigt sich nach der Dauer, dem Ort und der genauen Art der Schmerzen. Während Lia telefoniert, ertönt die Türglocke und Tim betritt die Praxis mit seinem Vater. Lia unterbricht das Telefongespräch kurz und begrüsst die beiden mit einem Lächeln. Sie bittet sie, kurz im Wartebereich Platz zu nehmen. Sie vereinbart mit der Patientin am Telefon einen Termin zur Notfallbehandlung noch vor dem Mittag und trägt den Termin ein. Dann begleitet Lia Tim und seinen Vater in das Behandlungszimmer. Da sie merkt, dass Tim etwas verängstigt ist, versucht sie, ihn mit Fragen zu seiner mitgebrachten Actionfigur abzulenken. Sie zeigt ihm zudem die Instrumente und erklärt, was die Zahnärztin machen wird. Sie legt ihm die Serviette um den Hals und schiebt die Untersuchungsinstrumente aus der Folie auf den Schwebetisch.

Während die Zahnärztin die Karieskontrolle durchführt, reicht Lia ihr die richtigen Instrumente. Da die Zahnärztin ein Loch in einem Milchzahn findet, wird Lia gebeten, ein Röntgenbild vom Zahn anzufertigen. Lia zeigt Tim, der grosse Augen macht, den kleinen Röntgenfilm. Sie erklärt ihm, dass der Film einen speziellen Halter braucht und dass das Röntgen im Mund deshalb ein bisschen drücken wird. Sie erklärt auch, dass beim Röntgen eine Art Foto gemacht werde und dass die Röntgenröhre der Fotoapparat sei. Am Computer betrachtet die Zahnärztin das Bild und Lia hört zu, wie sie die Befunde mit Tims Vater bespricht. Der neue Zahn unter dem Milchzahn mit dem Loch ist da, der Milchzahn wird bald ausfallen und so kann vorerst abgewartet werden. Da Tim aber einen viel zu schmalen Kiefer hat, bittet die Zahnärztin den Vater, mit ihm einen Kieferorthopäden aufzusuchen.

Nachdem sich Lia von Tim und seinem Vater verabschiedet hat, führt sie die Krankengeschichte nach, räumt das Sprechzimmer auf und desinfiziert wieder alles gründlich. Sie bringt die Instrumente zur Weiterverarbeitung in die Hygienezone. Dann schreibt sie ein Überweisungsschreiben für Tim an den Kieferorthopäden.

Weitere Anforderungen

  • Ausgeprägte feinmotorische Fähigkeiten (assistieren auf engstem Raum)
  • Keine Allergien gegen Desinfektionsmittel
  • Hohe Anforderungen an Kraft, Ausdauer und Kondition (das Assistieren bei längeren Behandlungen kann die Arme und den Rücken belasten)
  • Einhalten von Hygienevorschriften (beim Desinfizieren und Sterilisieren sowie bei der eigenen Körperhygiene)
  • Emotionale Belastbarkeit
  • Schnelles oder nicht beeinflussbares Arbeitstempo (beim Assistieren sowie im hektischen Arbeitsalltag)
  • Bereitschaft zu lebenslangem Lernen (da sich die Bedürfnisse der Zahnmedizin schnell weiterentwickeln)
  • Offenes Zugehen auf andere
  • Freude am intensiven Kontakt, Einfühlungsvermögen (da die Menschen normalerweise nicht gerne zum Zahnarzt gehen)
  • Ausgeprägte Teamfähigkeit
  • Ausgeprägte Integrität (Wahrung des Arztgeheimnisses)
  • Interesse an Informatik, Biologie, Chemie und Physik von Vorteil

Besonderheiten

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