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Eine Arbeitssituation

Samira bekommt im Gespräch vom Tierarzt den Auftrag, beim Cockerspaniel einer Kundin eine Zahnsteinentfernung vorzunehmen und alles Notwendige dafür vorzubereiten. Sie stellt die Inhalationsnarkose bereit und überprüft das Zahnsteingerät auf Funktionsfähigkeit. Hierbei fällt ihr auf, dass die Pumpe des Geräts das Wasser nicht anzieht. Sie nimmt die Betriebansleitung zur Hand und liest nach, wo das Problem liegen könnte. Da sie selber den Fehler nicht identifizieren kann, teilt sie das Problem dem Tierarzt mit. Zusammen finden sie den Fehler und machen das Gerät funktiontüchtig.

Als die Kundin mit dem Cockerspaniel in der Praxis ankommt, begrüsst Samira sie freundlich und fragt, ob der Hund nüchtern und fit sei. Sie hört der Kundin genau zu, informiert sie darüber, wann der Hund abgeholt werden könne, und verabschiedet sich. Dann nimmt sie den Hund mit in den Vorbereitungsraum. Auf dem Weg dorthin bestimmt Samira auf der Tierwaage das Körpergewicht des Tieres und trägt dieses anschliessend im Computer in der Krankengeschichte des Hundes ein und teilt dem Tierarzt das Gewicht mit. Gemeinsam nehmen sie die Narkose vor. Darauf bringt Samira den Hund in die richtige Lagerung und beginnt mit der Zahnsteinentfernung. Samira arbeitet sehr sorgfältig und hat die Zahnsteinentfernung bald abeschlossen. Samira teilt dem Tierarzt mit, dass der Zahnstein komplett entfernt sei und dass sie bemerkt habe, dass drei Zähne wackeln. Sie erklärt ihm, weshalb sie es für wichtig hält, dass er sich diese anschaue. Der Tierarzt schaut sich die Zähne an und entscheidet sich, nach Rücksprache mit der Kundin, die Zähne zu ziehen.

Nachdem sie den Hund in seine Box gebracht hat, räumt Samira den Arbeitsplatz auf und desinfiziert die Arbeitsinstrumente. Dann erhält sie vom Tierarzt den Auftrag, ein Schmerzmittel für den Hund bereit zu machen. Sie liest in der Packungsbeilage die Angaben zur Dosierung, rechnet aufgrund der Angaben aus, wie viele Tabletten der Hund braucht, und stellt alles bereit.

Als die Kundin den Hund abholt, berichtet Samira über den Ablauf der Behandlung, erklärt ihr die Verabreichung der Medikamente und beantwortet Fragen. Samira versucht, die Kundin davon zu überzeugen, dass es gut wäre, wenn sie ihrem Hund regelmässig die Zähne zu Hause reinigen würde. Darauf verabschiedet sie sich von der Kundin und dem Hund und wünscht ihnen alles Gute.

Weitere Anforderungen

  • Normale Farbsichtigkeit (z.B. für das Erkennen der Farben von Substanzen im Labor)
  • Keine Allergien/Unverträglichkeiten gegen Tierhaare und Desinfektionsmittel
  • Freude am Umgang mit Menschen (da man mehr Kontakt zu Menschen hat als zum Tier)
  • Erfahrung im Umgang mit Tieren von Vorteil
  • Emotionale Belastbarkeit (im Zusammenhang mit dem Einschläfern von Tieren)
  • Flexibilität bzgl. Arbeitszeiten (Schichtarbeit und Arbeit an Wochenenden ist möglich, bei Notfällen muss länger gearbeitet werden)
  • Genaue Arbeitsweise
  • Fähigkeit, in hektischen Phasen Ruhe zu bewahren und überlegt handeln zu können (z.B. bei Notfällen)
  • Offenes Zugehen auf andere Freude am intensiven Kontakt, Einfühlungsvermögen
  • Ausgeprägte Teamfähigkeit

Besonderheiten

  • Je nach Betrieb (Grosstier-, Kleintier- und Gemischtpraxen; kleine, mittlere und grosse Praxen sowie Tierkliniken) können die schulischen und weiteren Anforderungen abweichen.
  • Es gibt regionale Unterschiede in den Anforderungen.