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Eine Arbeitssituation

Benjamin erhält von seiner Berufsbildnerin den Auftrag, eine Tagesschicht im Bereich Restaurant mit allen relevanten Punkten zu planen. Zuerst liest er im Arbeitsplan nach, welche Mitarbeiter an diesem Tag anwesend sind. Daraufhin verschafft er sich einen Überblick darüber, welche verschiedenen Einsatzorte er berücksichtigen muss. Dies sind der Kassenbereich, die Mahlzeitenausgabe, der Bereich Frontcooking*, der Nachschub, die Geschirrrückführung sowie die Gästebetreuung.

Benjamin plant nun am Computer mit einem speziellen Arbeitsplanprogramm die Einteilung der Mitarbeiter. Er berücksichtigt dabei insbesondere die verschiedenen Fähigkeiten und Stärken der Mitarbeiter sowie die Möglichkeiten, wie sie gemäss ihren Anstellungsbedingungen eingesetzt werden dürfen. Aus den vergangenen Tagesabschlusszahlen macht er sich ein Bild über Gästefrequenzen und Umsatzzahlen. So kann er sich vorstellen, wie viele Mitarbeiter pro Einsatzort eingesetzt werden müssen und kann vorgängig schon Einfluss auf Engpässe nehmen. Bald hat Benjamin die Planung abgeschlossen. Am anschliessenden Tagesmeeting informiert er die Mitarbeiter über ihre Einsätze. Er teilt allen Mitarbeitern mit, wann und wo sie eingesetzt werden und wie lange ihre Einsätze dauern.

Er selber übernimmt an diesem Tag die Koordination und die Einsatzleitung. Er begrüsst freundlich die Kunden, die ihm begegnen und beantwortet ihre Fragen kompetent. So wird er auch von einer englischsprachigen Kundin angesprochen, die ihn fragt, wo sie das Geschirr zurückgeben kann. Er hört ihrer Frage zu und zeigt ihr dann den Weg. Der Tag verläuft dem Plan entsprechend ohne spezielle Vorkommnisse.

Am Tag darauf analysiert Benjamin den Tag rückblickend und vergleicht ihn mit dem Betriebsbudget. Er gibt seinen Arbeitskollegen zudem ein Feedback darüber, wie der Tag aus seiner Sicht verlaufen ist. Dann bekommt Benjamin seinen nächsten Auftrag: Er soll die Warenannahme überwachen und koordinieren. Dafür kontrolliert er die gelieferten Waren, prüft, ob sie in den richtigen Mengen geliefert wurden, und füllt die dazugehörenden Kontrolllisten aus.

*ein Bereich in einer Gaststätte, in dem die Gerichte direkt vor den Gästen zubereitet werden.

Weitere Anforderungen

  • Besondere Anforderungen an den Geschmacks- und Geruchssinn (für die Warenpräsentation und den Umgang mit den Lebensmitteln)
  • Ausgeprägte Kreativität und Problemlösefähigkeit (lösungsorientiertes Handeln im Umgang mit Kunden und Kollegen)
  • Zahlenverständnis, Bereitschaft, wirtschaftliche Zusammenhänge zu erlernen
  • Flexibilität bzgl. Arbeitsplatz (wechselnde Tätigkeiten vom Restaurant über die Küche bis ins Büro)
  • Offenes Zugehen auf andere (täglicher Kundenkontakt)
  • Freude am intensiven Kontakt, Einfühlungsvermögen (für die Teamarbeit und den Kundenkontakt)
  • Ausgeprägte Teamfähigkeit (Zusammenarbeit in multikulturellen Teams)

Besonderheiten

  • Je nach Betrieb (Art, Grösse, Region) können die schulischen und weiteren Anforderungen abweichen.
  • Es gibt regionale Unterschiede in den Anforderungen.