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Eine Arbeitssituation

Kurz nach Arbeitsbeginn klingelt Melanies Geschäftstelefon. Der französischsprechende Lieferant fragt nach dem Anfahrtsweg zur Laderampe des kleinen Lebensmittelgeschäftes, in dem Melanie arbeitet. Sie erklärt ihm auf Französisch, wo er durchfahren muss. Melanie nimmt die Lieferung entgegen und kontrolliert die Liefermengen anhand des Lieferscheines. Sie überprüft, ob die Ware nicht beschädigt angeliefert wurde, beschriftet sie nach den vorgegebenen Angaben und bucht die Ware im System ein. Mit ihrer Berufsbildnerin bespricht sie, wie die neue Ware optimal auf der Ladenfläche präsentiert werden soll. Ordnung und Sauberkeit sind das A und O eines Verkaufsgeschäftes, sowohl auf der Verkaufsfläche wie auch im Lager. Deshalb stellt Melanie die Ware nun ordentlich und gut sichtbar in die Regale. Dabei nutzt sie die Platzverhältnisse optimal aus. Beim Einfüllen der Ware bemerkt Melanie, dass für den Reis nur zwei Reihen vorgesehen sind, obwohl sie bisher immer vier Reihen Reis hatten. Melanie teilt ihrer Berufsbildnerin diese Beobachtung mit. Die beiden entscheiden, den Reis in drei Reihen anzuordnen, und ein Produkt, das weniger häufig verkauft wird, um eine Reihe zu reduzieren. Während Melanie die Ware ins Regal einfüllt, wird sie von einer Kundin um Hilfe gebeten. Die Kundin ist auf der Suche nach einer geeigneten Beilage für ein Entrecôte. Im Gespräch klärt Melanie die Wünsche der Kundin ab, und merkt, dass es der Kundin wichtig ist, biologische Produkte zu verwenden. Melanie präsentiert dann verschiedene Produkte und erklärt, weshalb sie diese für geeignet hält. Die Kundin entscheidet sich, einen biologischen Reis als Beilage zu servieren und fragt, wieviel sie etwa servieren solle. Melanie empfiehlt ihr, mit etwa 60 bis 80 g pro Person zu rechnen. Die Kundin hat zudem frische Pilze ausgewählt und erkundigt sich, wie sie diese aufzubewahren habe. Melanie beantwortet die Frage und informiert die Kundin, wie lange die frischen Pilze haltbar sind. Melanie begleitet die Kundin darauf zur Kasse und schliesst dort den Verkauf ab. Der Kundenkontakt fordert Melanie immer wieder heraus, denn jeder Kunde hat individuelle Wünsche, die es zu berücksichtigen gilt. Es macht ihr grosse Freude, den Kunden behilflich zu sein und sie zu beraten. Am Abend überprüft Melanie den Warenbestand in ihrem Rayon. Sie korrigiert falsche Bestände im System, damit die Verkaufsbereitschaft des Geschäfts gewährleistet ist.

Weitere Anforderungen

  • Ausgeprägte grobmotorische Fähigkeiten (in Abhängigkeit der Branche)
  • Normale Farbsichtigkeit (für die Branchen Textil & Parfümerie)
  • Besondere Anforderungen an ein oder mehrere Sinnesorgane (in Abhängigkeit der Branche unterschiedlich)
  • Körperliche Belastbarkeit (langes Stehen, Heben von Waren)
  • Emotionale Belastbarkeit (für Kundenkontakt, Umgang mit Reklamationen)
  • Schnelles oder nicht beeinflussbares Arbeitstempo
  • Hohe Konzentration und Ausdauer
  • Flexbilität bzgl. Arbeitsort und Arbeitszeiten
  • Offenes Zugehen auf andere, Freude am intensiven Kontakt und Einfühlungsvermögen
  • Ausgeprägte Teamfähigkeit
  • Interkulturelle Kompetenzen
  • Ausgeprägte Integrität
  • Gute Umgangsformen

Besonderheiten

  • Für diesen Beruf gibt es mehrere Fachrichtungen/Branchen/Schwerpunkte, in denen spezifische Anforderungen gestellt werden (10 verschiedene Branchengruppen, 26 einzelne Branchen, Schwerpunkte Beratung und Bewirtschaftung).
  • Je nach Betrieb können die schulischen und weiteren Anforderungen abweichen.
  • Es gibt regionale Unterschiede in den Anforderungen.