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Eine Arbeitssituation

Martina erhält den Auftrag, heute mithilfe ihres Fachvorgesetzten eine Fuss- und Unterschenkelschiene (Orthese) für einen Patienten mit Klumpfuss herzustellen. Sie begrüsst den Patienten und erläutert ihm das Vorgehen im Detail. Sie erklärt, dass sie zuerst ein Gipsmodell des Beines erstellen und aufgrund dessen die Orthese anfertigen werde. Danach könne der Patient zur Anprobe kommen und allfällige Änderungen könnten ausgearbeitet werden. Zusammen besprechen sie, wie die Orthese aussehen soll (der Patient kann die Oberflächenfarbe und das Muster selber bestimmen), wie stabil sie sein soll und in welche Schuhe sie passen muss.

Dann erstellt Martina ein Gipsnegativ des Beines. Sie überzieht hierfür das Bein des Patienten mit einem Trikotschlauch, damit der Gips nicht an den Haaren klebt, legt eine Aufschneidhilfe an den richtigen Ort und gipst das Bein in der richtigen Stellung ein. Sobald der Gips hart genug ist, schneidet sie ihn auf, entfernt ihn vom Bein und kontrolliert die Stellung. Sie wäscht das Bein und nimmt die nötigen Umfang- und Längenmasse. Dann vereinbart sie mit dem Patienten einen Anprobetermin und verabschiedet ihn.

Martina giesst das Gipsnegativ mit Gips aus, legt einen Stab ein, damit sie das Gipsmodell zum Bearbeiten in den Schraubstock einspannen kann und lässt den Gips hart werden. Sie entfernt das Gipsnegativ und kann jetzt das Gipsmodell bearbeiten. Mithilfe der genommenen Masse modelliert sie das Bein, entlastet die nötigen Stellen und schleift es ganz fein. Sie nimmt weitere Vorbereitungen am Gipsmodell vor und giesst die Orthese dann im Unterdruckverfahren. Nachdem der Guss ausgehärtet ist, schneidet sie die Orthese entlang der aufgezeichneten Form auf und verschleift die Kanten. Sie bringt den besprochenen Verschluss an.

Bei der ersten Anprobe zieht Martina dem Patienten die Orthese an und lässt ihn damit einige Schritte gehen. Sie diskutieren die Passform und suchen die beste Lösung für den Patienten. Martina teilt dem Patienten mit, welche verschiedenen Anpassungen sie noch vornehmen kann und erklärt, weshalb sie diese für wichtig hält.

Später nimmt Martina die letzten Anpassungen vor und schleift die definitive äussere Form zu. Sie verschleift alle Kanten sauber, poliert sie, macht den Verschluss definitiv fertig und kontrolliert alles nochmals. Dann vereinbart sie mit dem Patienten den Abgabetermin.

Weitere Anforderungen

  • Ausgeprägte grobmotorische und feinmotorische Fähigkeiten (handwerklicher Beruf)
  • Keine Allergien/Unverträglichkeiten gegen Harze und Schleifstaub von diversen Materialien
  • Emotionale Belastbarkeit (für den offenen Umgang mit stark- und mehrfachbehinderten Menschen)
  • Ausgeprägte Kreativität und Problemlösefähigkeit (um die jeweiligen Versorgungen den individuellen Bedürfnissen anpassen zu können)
  • Freude am intensiven Kontakt, Einfühlungsvermögen (für den Kontakt mit den Patienten/Kunden)

Besonderheiten

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