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Eine Arbeitssituation

Sonja hat sich auf den heutigen Ausbildungstag gefreut. Die Besprechung mit einem wichtigen Kunden steht an. Dieser organisiert eine Fachtagung für ein internationales Publikum und braucht für die Website eine lebendige Präsentation der Themen und Fachreferenten. Er hatte seine Ideen schriftlich formuliert. Sonja hatte diese sorgfältig durchgelesen und bereits verschiedene Skizzen (von Hand) für die Umsetzung erstellt. Diese hatte sie jeweils mit ihrem Ausbilder besprochen. Dieser fand ihre Ideen sehr gut, sie hatte von seinen Anregungen wiederum viel gelernt. Zusammen wurde beschlossen, zwei Varianten auszuarbeiten. Heute ist nun der Tag, an welchem diese dem Kunden vorgestellt werden.

Der Ausbilder ist bei der Besprechung dabei und übergibt nach der Begrüssung gleich das Wort an Sonja. Sie hatte für die beiden Varianten je ein Storyboard erstellt. Am Computer mit dem Zeichentablett hatte sie von Hand Skizzen der einzelnen Seiten erstellt. Auch ist ersichtlich, wie man durch die Seiten navigieren kann. Sie erläutert nun die beiden Vorschläge und zeigt die Unterschiede auf. Das in der Berufsfachschule vermittelte Wissen über interaktive digitale Kommunikation hilft ihr dabei sehr. Sie achtet aber auch darauf, deutlich und in einer dem Kunden angemessenen Sprache, also nicht "Fachchinesisch" zu sprechen.

Der Kunde stellt einige Fragen, die Sonja ihm gleich beantwortet. Angeregt durch die Präsentation hat er einen weiteren Wunsch, nämlich dass man auf der Website ein kurzes Video sehen soll. Er möchte wissen, ob dies auch umgesetzt werden könne. Sonja schaut hilfesuchend zu ihrem Ausbilder, der ihr aufmunternd zuzwinkert. Sie spürt, dass sie sich ruhig etwas zutrauen kann, schliesslich hatten sie in der Berufsfachschule das Thema Video behandelt. Sie hatten gelernt, wann sich ein Video auf einer Website gut macht und ebenso, wie ein solches produziert wird. Sie gibt also dem Kunden zur Antwort, dass dies wahrscheinlich gut wirke, dass es wohl auch machbar sei, dass sie aber gerne noch genauer schauen möchte, wie es zum Gesamtkonzept passe und ob es den Beizug von Videofachleuten brauche.

Am Schluss entscheidet sich der Kunde für eine Variante, erwartet noch den Bericht betreffend Video und gibt ansonsten grünes Licht für die Realisierung. Er bedankt sich bei Sonja für die gute Präsentation und erwähnt noch, dass er gerne bei der nächsten Besprechung die für die englischsprachigen Referentinnen und Referenten zuständige Kollegin mitbringen würde. Die könne allerdings nur Englisch.

Sonja ist natürlich stolz, aber sie weiss: Jetzt erst beginnt die eigentliche Arbeit. Als erstes gilt es, ein Protokoll der Sitzung zu verfassen. Der Ausbilder erklärt ihr, dass sie mit Nico zusammenarbeiten wird, der im letzten Lehrjahr ist. Er ist heute an der Berufsmaturitätsschule und daher abwesend. Sonja freut sich sehr, denn mit ihm versteht sie sich gut.

Der Ausbilder erklärt, dass das Projekt in mehreren Schritten abgewickelt werde und dass Sonja nun von A bis Z in diesem Projekt eingesetzt ist. Nach jedem Schritt ist ein weiterer Milestone (=Zwischenziel) erreicht. Wahrscheinlich wird sie die Verantwortung für einzelne dieser Schritte übernehmen. Bei jedem Milestone wird es eine Besprechung mit dem Kunden geben, in welcher eine Abnahme des betreffenden Schrittes erfolgt. Das kann zum Beispiel das Video sein, das heute beschlossen wurde. Hier werde es wichtig sein, dass dem Betrachter in der kurzen Videosequenz eine klare Botschaft vermittelt wird. Ein anderes Beispiel für einen Milestone könnte das grafische Konzept der Website sein, welches natürlich auf die Thematik der Fachtagung abgestimmt sein muss. Hierzu wird Sonja noch recherchieren müssen, z.B. auf anderen Websites zum selben Thema, teilweise in englischer Sprache.

Weitere Anforderungen

  • Ausgeprägte feinmotorische Fähigkeiten, sehr präzise Arbeit mit Tablet und Maus
  • Korrektes Farbsehen
  • Gutes Seh- und Hörvermögen für visuelle audiovisuelle Produktionen
  • Hohe Konzentration
  • Hohe Ausdauer
  • Ausgeprägte Kreativität
  • Ausgeprägte Problemlösefähigkeit
  • Flexibilität bezüglich Arbeitsort
  • Offenes Zugehen auf andere bei häufigen Kontakten
  • Ausgeprägte Teamfähigkeit aufgrund enger Zusammenarbeit
  • Interkulturelle Kompetenzen
  • Integrität, sich des Datenschutzes und der Vertraulichkeit bewusst sein.

Besonderheiten

  • Je nach Betrieb (Art, Grösse, Region) können die Anforderungen abweichen. In diversen Betrieben ist Englisch Geschäftssprache.