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Eine Arbeitssituation

Thomas arbeitet in einer mittelgrossen Markenvertretung. Er erhält am Morgen vom Werkstattkoordinator den schriftlichen Auftrag zur Reparatur eines Fahrzeuges. Den schriftlichen Unterlagen entnimmt er, dass beim besagten Fahrzeug der Motor stottert und die Motorkontrollleuchte leuchtet. Vor der Probefahrt bringt Thomas Sitz-, Fussraum- und Lenkradschoner an, um das Fahrzeug vor Verschmutzung zu schützen. Bei der anschliessenden Probefahrt kann er die Kundenbeanstandung nachvollziehen. Daraus zieht er die ersten Schlüsse für die weitere Diagnose. Er fährt das Fahrzeug in die Werkstatt und schliesst das Diagnosegerät an, um den Fehlerspeicher des Motors auszulesen. Der herausgelesene Fehlercode verlangt nach einer systematischen Fehlersuche. Mithilfe von elektrischen Schaltplänen und Messgeräten misst Thomas die Verkabelung aus und prüft die Bauteile. Die erhaltenen Werte vergleicht Thomas mit den Sollwerten aus der englischsprachigen Werkstattliteratur. Thomas muss also mit Messwerten umgehen können und elektronische Zusammenhänge verstehen.

Schlussendlich kann Thomas den Fehler auf das Drosselklappensystem eingrenzen. In den technischen Produktinformationssystemen des Herstellers sucht er nach vergleichbaren Störungen. Aufgrund dieser Informationen und seiner Erfahrung folgert Thomas, dass es zwei Reparaturmöglichkeiten gibt: Er kann entweder die Drosselklappe reinigen oder ersetzen. Er unterbreitet seine Erkenntnisse dem Werkstattleiter und bespricht mit ihm das weitere Vorgehen. Sie diskutieren die Vor- und Nachteile der beiden Möglichkeiten und entscheiden sich, die Drosselklappe zu ersetzen. Thomas holt im Ersatzteillager die nötigen Ersatzteile und ersetzt die Teile gemäss Werkstattliteratur. Anschliessend führt er am Motorsteuergerät ein Software-Update durch, programmiert die neue Drosselklappe und löscht den Fehlerspeicher. Nach erfolgreicher Probefahrt reinigt er das Fahrzeug und bereitet es für die Übergabe an den Kunden vor. Nun notiert er auf dem Werkstattauftrag die durchgeführten Arbeiten und gibt diese zur Abrechnung weiter. Bei der Fahrzeugübergabe erklärt Thomas dem Kunden den Fehler und die ausgeführten Reparaturarbeiten. Nach der Verabschiedung des Kunden erhält Thomas den nächsten Auftrag vom Werkstattleiter. Er soll ein Fahrzeug für die Motorfahrzeugkontrolle vorbereiten.

Weitere Anforderungen

  • Ausgeprägte grobmotorische Fähigkeiten (für das Ein- und Ausbauen von Teilen)
  • Ausgeprägte feinmotorische Fähigkeiten (für Einstellarbeiten nach dem Ersetzen von Teilen)
  • Normale Farbsichtigkeit (für das Lesen von Schaltplänen)
  • Besondere Anforderungen an den Geruchsinn (für das Unterscheiden von Flüssigkeiten)
  • Keine Allergien/Unverträglichkeiten gegen Öl und Lösungsmittel
  • Hohe Konzentration und Ausdauer
  • Ausgeprägte Kreativität und Problemlösefähigkeit (für die Diagnose)
  • Flexibilität bzgl. Arbeitsort (z.B. bei der Pannenhilfe)
  • Flexibilität bzgl. Arbeitszeiten (Arbeiten müssen oft innerhalb kurzer Fristen erledigt werden, in gewissen Betrieben in der Nutzfahrzeugbranche wird im Schichtbetrieb gearbeitet)
  • Offenes Zugehen auf andere (für den direkten Kundenkontakt bei der Diagnose)
  • Ausgeprägte Teamfähigkeit

Besonderheiten

  • Für diesen Beruf gibt es 2 Fachrichtungen (Nutzfahrzeuge, Personenwagen), in denen spezifische Anforderungen gestellt werden.