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Eine Arbeitssituation

Nora hat sich den Arbeitsplatz in der Werkstatt sinnvoll eingerichtet. Konzentriert stellt sie eine grössere Serie Geschenkartikel her, die sie mit ihrer Vorgesetzten zusammen entworfen und entwickelt hat. Nora sieht, wie eine Kundin den an die Werkstatt angegliederten Laden betritt. Da ihre Vorgesetzte mitten in einer grösseren Arbeit steckt, übernimmt Nora die Beratung. Im Gespräch mit der Kundin erfährt sie, dass diese einen Krug mit einer speziellen Form sucht. Nora präsentiert der Kundin verschiedene Krüge und macht die Kundin auch auf Unterschiede in Form und Arbeitstechnik aufmerksam.

Durch gezielte Fragen zu Form, Farbe und Grösse wird Nora klar, wie der gewünschte Krug aussehen sollte. Sie erstellt eine Handskizze des Kruges und ergänzt diese mit Massangaben. Darauf bespricht sie mit ihrer Vorgesetzten die Realisierbarkeit, den Preis und die Fertigungszeit des Kruges. Unterdessen hat die Kundin aus der neusten Serie einige Artikel ausgewählt und möchte diese gleich kaufen. Nora lässt die Kundin die Krugbestellung unterschreiben, kassiert ein und macht sie gleichzeitig auf die nächste Ausstellung aufmerksam.

Zurück an ihrem Arbeitsplatz arbeitet Nora zügig an den Geschenkartikeln weiter. Die Serie muss fertig werden, damit genug Zeit bleibt zum Trocknen, Brennen, Glasieren und Glattbrennen. Während der seriellen Herstellung macht sich Nora Gedanken zur Krugbestellung. Sie überlegt sich, mit welchen Oxiden sie die gewünschte Farbe des Dekors erreichen kann. Später schlägt sie dies auch noch in der Fachliteratur nach.

Am nächsten Tag setzt Nora als erstes einen Ofen (sie räumt die zu brennende Ware ein). Mit den passenden Stützen und Platten nützt sie den Ofeninhalt voll aus. Den gefüllten Ofen programmiert sie auf die richtige Temperatur und startet ihn.

Dann macht sie sich an die Krugbestellung der Kundin. Da Nora bereits gut gross drehen kann, darf sie die Krugbestellung selbst ausführen. Sie rechnet die Schwindung* des Tones aus und bestimmt die benötigte Tonmenge zum Drehen. Da sie am Lernen ist, hat sie Zeit, sich durch Üben an die richtige Form heranzuarbeiten. Zusammen mit ihrer Vorgesetzten analysiert sie die Form und bespricht das Ziehen und Angarnieren des Henkels.

*beim Trocknen und Brennen schrumpft der Ton, da das Wasser verdunstet

Weitere Anforderungen

  • Ausgeprägte grobmotorische Fähigkeiten (für den Ausstellungsaufbau)
  • Ausgeprägte feinmotorische Fähigkeiten (für das handwerkliche Arbeiten)
  • Keine Allergien/Unverträglichkeiten gegen Staub, Feuchtigkeit
  • Gutes Vorstellungsvermögen (für Formen und Farben)
  • Hohe Konzentration und Ausdauer (für das Erlernen von Techniken)
  • Ausgeprägte Kreativität und Problemlösefähigkeit (für das selbstständige Entwerfen und Realisieren)
  • Offenes Zugehen auf andere (für den Kundenkontakt)

Besonderheiten

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